18. Dezember 2012
Warum und wie die Alzheimer-Krankheit entsteht, ist noch immer nicht geklärt.
US-amerikanische Zellbiologen sind einer Antwort nun aber möglicherweise einen Schritt näher gekommen. Bei Alzheimer sterben im Gehirn nicht nur Nervenzellen, es bilden sich dort auch Ablagerungen, im Fachjargon Plaques oder Knäuel genannt. Offen war bisher, ob diese Ablagerungen Ursache oder Begleiterscheinung der Krankheit sind.
Die neue US-Studie zeigt nun, dass wohl letzteres der Fall ist. Denn die Nervenzellen sterben demnach schon lange vor der Entstehung von Plaques - und zwar, weil sie nicht aufhören, sich zu teilen, so wie das die meisten anderen erwachsenen Neuronen tun. Bei Alzheimer treten die Neuronen nach Angaben der Forscher wieder in die Phase der Zellteilung ein, können sie aber nicht erfolgreich abschließen und gehen zugrunde.
Dieser tödliche Fehler könnte aus Sicht der Wissenschaftler ein Ansatzpunkt für eine frühe Diagnose und Behandlung von Alzheimer sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)