18. Dezember 2012

CIA dementiert , russischen Buchstaben aus dem Alphabet verbannen zu wollen

jo und je - das klingt nicht gleich.

Beides sind russische Buchstaben, die wie unser e geschrieben werden. Doch wenn es jo heißen soll, dann kommen zwei Pünktchen drauf.

Dieser feine Unterschied im russischen Alphabet ist bedroht. Wie das Wall Street Journal schreibt, neigen viele Russen dazu, auf die Punkte zu verzichten. Schließlich wissen sie meist aus dem Zusammenhang, wie das Wort ausgesprochen wird. Ein Verfechter des Russischen, der ehemalige Ingenieur Viktor Tschumakow, will diesen Trend aufhalten. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, dass dem jo Denkmäler in zwei Provinzstädten gebaut werden und schreibt Bücher über den Buchstaben. Er warf sogar dem amerikanischen Geheimdienst CIA vor, das jo vernichten zu wollen. Sein Argument: Das Alphabet sorge für Ordnung, und wenn es zerbreche, dann zerfalle alles zu Staub.

Die CIA hat sich nun zu einem Dementi hinreißen lassen. Ein Sprecher sagte laut Washington Post, an den Vorwürfen sei nichts dran. Die Behörde unterstütze gute Grammatik und Aussprache in jeder Sprache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)