18. Dezember 2012

Prostatakrebs: gefährliches Enzym gestoppt

Dieses Enzym macht Prostatakrebs aggressiv.

Forscher der Mayo Klinik in Florida haben bei der Auswertung von Klinikdaten entdeckt, dass ein bestimmtes Enzym namens PRSS3 immer dann vermehrt auftritt, wenn ein Prostatatumor sich besonders stark vergrößert und Metastasen bildet. In Tierversuchen konnten sie belegen, dass der Krebs sich nicht mehr ausbreitete, wenn die Aktivität dieses Enzyms gestoppt wurde.

Die Forscher beschreiben in einem Online-Beitrag für die Fachzeitschrift "Molecular Cancer Research", dass PRSS3 das Gewebe rings um die Krebszellen aufschneidet, und so die Ausbreitung des Tumors erleichtert. Dieses Enzym wird auch mit der Ausbreitung von Brust-, Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs in Verbindung gebracht.

Sie fanden aber auch ein Gegenmittel: Sie konstruierten ein Protein, das genau diese Funktion des Enzyms ausschaltete. Noch ist es nur ein Prototyp. Die Forscher hoffen aber, dass er ihnen hilft, ein brauchbares Medikament zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)