18. Dezember 2012

Neue Methode gegen Autoimmunkrankheiten

Der Feind im Innern hat einen neuen Gegner.

Forscher der Technischen Hochschule in Lausanne haben möglicherweise eine neue Methode gefunden, um Autoimmunkrankheiten wie Diabetes Typ 1 und multiple Sklerose zu bekämpfen.

Den Schweizer Forschern ist es in einem Mäusemodell für Diabetes Typ 1 gelungen, die weißen Blutkörperchen, die die eigenen gesunden Körperzellen angreifen, neu auszurichten. Dazu nutzen sie ein beruhigendes Signal, das rote Blutkörperchen an das Immunsystem aussenden, wenn sie am Ende ihrer Lebenszeit aus natürlichen Gründen absterben. Mit diesem Signal bringen sie die weißen Blutkörperchen davon ab, ihre Angriffe fortzusetzen. Die Wissenschaftler berichten im Fachblatt "PNAS", dass die Mäuse nach der Behandlung keinerlei Symptome der Diabetes mehr zeigten. Erste Tests am Menschen seien für 2014 geplant.

Die gleiche Methode sei auch bei der Behandlung von multipler Sklerose äußerst vielversprechend. Hauptvorteil ist nach Ansicht der Forscher, dass sie keine bedeutenden Nebenwirkungen habe, weil sie nicht am gesamten Immunsystem ansetze, sondern nur bei den Blutzellen, die an der Erkrankung beteiligt seien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)