18. Dezember 2012

Japanische Archäologen entdecken Überreste eines 1500 Jahre alten Kriegers

Er blickte dem Tod ins Auge.

Im "japanischen Pompeji", einem Ausgrabungsgebiet am Vulkan Haruna, haben Archäologen die gut erhaltenen Überreste eines Mannes entdeckt. Er wurde vermutlich im 6. Jahrhundert von heißer Asche verschüttet. Die Forscher nehmen an, dass er den Zorn des Vulkans besänftigen wollte. Normalerweise würde jeder Mensch fliehen, wenn ein heißer Strom auf ihn zukommt. Dieser verharrte offenbar in seinem Gebet.

Der Mann war vermutlich eine hochgestellte Persönlichkeit. Er sei als Krieger gekleidet gewesen mit einer Rüstung aus Metallplatten, die mit Lederbändern verbunden waren. Neben ihm lag ein Teil eines Kinderschädels. Nun soll seine DNA mit dem Erbgut aus Grabkammern in der Nähe verglichen werden, um zu klären, ob er mit ranghohen Familien der Gegend verwandt war.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)