19. Dezember 2012
In der Rubrik "Rückspiegel" schauen wir auf ein Ereignis, das sich heute jährt.
Am 19. Dezember 1812, also heute vor 200 Jahren, kehrte Napoleon von seinem Russlandfeldzug nach Paris zurück - geschlagen und ohne seine "Grande Armée". Was davon übrig geblieben war, hatte er zurückgelassen, um schneller reisen zu können und mögliche Putschversuche in der Hauptstadt zu verhindern.
Napoleons Truppen waren im September 1812 bis Moskau gekommen. Als die Franzosen die Stadt übernahmen, kam es zu Plünderungen - und ein Großbrand brach aus, der die Stadt zu drei Vierteln zerstörte. Der Kaiser der Franzosen richtete sich im abgebrannten Moskau ein und wartete auf Friedensangebote des russischen Zaren. Die blieben allerdings aus. Napoleon beschloss den Rückzug.
Bereits in den Schlachten zuvor hatte Frankreich viele Soldaten verloren - und vor allem auch Pferde, die jetzt beim Rückzug fehlten. Der Russlandfeldzug endete in einem Desaster. Von den 600.000 Soldaten der "Grande Armée" kehrten nur 1.000 zurück. Alle anderen wurden Opfer von Kampfhandlungen, Nahrungsmangel, Kälte und Erschöpfung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)