19. Dezember 2012

Deutscher Fischkutter wegen illegaler Fänge verurteilt

Ein deutscher Fischkutter hat vor der nordfranzösischen Küste illegal Fische gefangen - und muss nun Strafe zahlen.

Ein Gericht in Cherbourg am Ärmelkanal verurteilte die Firma Westbank Hochseefischerei zu einer Geldstrafe von 580.000 Euro. Der rund 140 Meter lange Kutter "Maartje Theadora" war schon im Frühling dieses Jahres negativ aufgefallen: Greenpeace protestierte vor der westafrikanischen Küste gegen den Trawler - wegen illegaler Fischerei. Vor Frankreich soll die Besatzung nun ohne Erlaubnis Holzmakrelen gefischt haben. Außerdem soll sie illegal mehrere Netzarten kombiniert haben, um die Fangmenge zu erhöhen.

Laut Greenpeace subventioniert vor allem die EU weit mehr große Kutter, als für eine nachhaltige Fischerei gut sei. Die kleinen Fischer vor Ort stünden den übermächtigen Konkurrenten hilflos gegenüber. Mit 6000 Tonnen Ladekapazität zählt die "Maartje Theadora" zu einem der größten europäischen Schiffe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)