19. Dezember 2012
Kinder haben ein Recht darauf zu wissen, wo sie herkommen.
Deshalb fordern der Ethikrat und viele Experten, dass die Babyklappe abgeschafft wird. Ähnlich sieht das eigentlich auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Dennoch wird es die Babyklappe wohl noch mindestens drei Jahre geben. Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, will die Bundesregierung erst in drei Jahren auswerten, wie sich Hilfsangebote für Schwangere in Not auswirken. Bis dahin werde die Babyklappe noch geduldet. Allerdings plant die Bundesregierung Standards zu entwickeln, die Babyklappen künftig erfüllen müssen. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kinder einen Tag nach der Abgabe gemeldet werden müssen. Seit 1999 wurden fast 1.000 Kinder in Babyklappen abgelegt oder in Kliniken anonym geboren.
Langfristig setzt das Familienministerium allerdings auf die Einführung der vertraulichen Geburt. Dabei wird die Identität der Mutter lediglich einer Beratungsstelle mitgeteilt. Das Kind kann dort ab dem 16. Lebensjahr erfahren, wer es zur Welt brachte. Die Mutter kann dagegen aber Widerspruch einlegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)