19. Dezember 2012

Ernährungswissenschafter warnt vor "verstecktem Hunger" durch Armut

Wer arm ist, kann sich nicht gesund ernähren.

Darauf weist der Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski von der Universität Hohenheim hin. Armut führe zu einer Fehl- und Magelernährung. Der Wissenschaftler nennt das "versteckten Hunger". Seiner Ansicht nach reicht der Harz IV-Satz nicht aus, um ein Kind gesund zu ernähren. Er fordert daher ein kostenloses und hochwertiges Essen in Kitas und Schulen als Vorbeugung.

Neben Kindern sind Biesalski zufolge besonders alleinerziehende Frauen und Senioren von der Fehl- und Mangelernährung betroffen. Die Folge seien unter anderem Krankheiten wie Fettsucht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen - und das führe zu hohen Kosten für die Gesellschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)