20. Dezember 2012

Glasklar: Das ist der "innere Monolog"

Passend zum Tagesthema "Selbstgespräch" bei DRadio Wissen, gehen wir nun dem "inneren Monolog" nach.

Der "innere Monolog" bezeichnet eine Erzählform in der Literatur und findet sich vor allem im modernen Roman. Dabei folgt der Leser dem rein gedanklichen Gespräch der Romanfigur. Mit dieser Unmittelbarkeit wird versucht, die Dimensionen, Schichten und Bewegungen des menschlichen Bewußtseins darzustellen. Meist ist der Monolog in Ichform und im Präsens verfasst.

Die Erzählform kam gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf. Bekannte Beispiele sind die Romane "Lieutnant Gustl" von Arthur Schnitzler, "Ulysses" von James Joyce oder "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts findet der "innere Monolog" vor allem auch im Hörspiel Verwendung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)