20. Dezember 2012

Archäologische Schätze Mecklenburg-Vorpommerns müssen aus Notdepots geborgen werden

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Archäologen die Schätze des Landes ein zweites Mal bergen - und zwar aus ungeeigneten Aufbewahrungsstätten.

Nach Angaben des Landesamtes für Denkmalpflege lagern in zahlreichen Not-Depots tausende Funde unter schlechten Bedingungen. Behördenleiter Michael Bednorz sagte der Deutschen Presse-Agentur, derzeit sei nicht einmal bekannt, welche Kulturgüter sich wo genau befänden und in welchem Zustand sie seien. Nun wird Depot um Depot ausgeräumt, und die Fundstücke werden erst einmal in eine provisorische Lagerhalle gebracht. Teilweise ist es dann schon zu spät, wie etwa beim Fund dreier Steinzeitboote vor drei Jahren in einem Lager in Schwerin: Die zerbröselten beim Abtransport. Auf ein Archäologisches Museum müssen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern noch warten: Das kann nach den Angaben von Bednorz frühestens 2027 entstehen. Denn - so der Amtsleiter: Retten und Bergen geht vor Ausstellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)