21. Dezember 2012

UNESCO-Wikinger-Projekt: Kritik an schedischem Rückzug

Die Wikinger sind den Schweden offenbar ungeheuer.

Das skandinavische Land weigert sich, an einem Forschungsprojekt der Unesco zu beteiligen, das sich mit ihnen befasst. Der Literatur-Professor Lars Lönnroth von der Universität Göteborg schreibt dazu in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung": Die schwedische Denkmalschutz-Organisation fürchte sich offenbar davor, mit dem nationalistischen Geschichtsbewusstsein von Rechtspopulisten und Neonazis in Verbindung gebracht zu werden. Der schwedische Denkmalschutz habe aus diesem Grund in den letzten Jahren die Tendenz entwickelt, überhaupt nicht mehr mit Forschern zu kooperieren. Sachliche Gründe gibt es dafür nach Ansicht des Professors nicht.

Schweden ist vor kurzem aus dem Wikinger-Projekt der Unesco ausgestiegen. Die offizielle Begründung: Der Begriff "Wikinger" sei nicht eindeutig definiert. Noch beteiligt sind Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen, Lettland und Island.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)