21. Dezember 2012
Weltuntergangsszenarien sind für ihn Unsinn und er nennt sie "Todespornographie".
Der Theologe und Psychiater Manfred Lütz sieht in dem Interesse am Weltuntergang aber auch eine Methode, die eigene Angst vor dem Tod zu verdrängen. In einem Interview bei tagesschau.de spricht er davon, dass jeder einmal mit dem eigenen Tod seinen eigenen Weltuntergang haben werde. Viele neigten dazu, die Angst davor nach Außen zu projizieren auf einen allgemeinen Weltuntergang. Das sei geselliger als der Tod, den man alleine sterbe.
Lütz sieht aber auch etwas Gutes an einem Weltuntergangsdatum wie heute. Es helfe daran zu erinnern, das Leben nicht zu Verplempern. Der Theologe und Psychiater rät, grundsätzlich das zu machen, was man auch am letzten Tag der Welt täte: Also, nicht vor dem Fernseher zu sitzen, sondern zum Beispiel Freunde zu treffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)