21. Dezember 2012
Vor fünf Jahren waren Süßwasserschildkröten am Iténez-Fluss im Nordosten Bolivien fast ausgestorben: Die Eiablageplätze waren verwaist.
Doch 2007 startete der WWF ein Hilfsprojekt - und meldet nun Erfolg. Die Zeitung La Razón zitiert die Umweltschutzorganisation mit den Worten, die Arrau- und Terekay-Schienenschildkröten seien vorerst gerettet. In diesen Tagen seien am Iténez-Fluss drei bis vier Millionen Jungtiere geschlüpft. Nun müssten sie nur noch ihren Fressfeinden, den Piranhas und Kaimanen, entkommen.
Wegen ihres hohen Eiweißgehaltes gelten Süßwasserschildkröten auch vielen Menschen als Delikatesse. Im Norden Boliviens wurden die Tiere deshalb fast ausgerottet - bis Einwohner 120.000 kleine Schildkröten einsammelten und anderswo gezielt wieder aussetzten.
Laut WWF ist der Fortbestand der Arten in Bolivien aber weiterhin bedroht - durch die Besiedlung von Ufergebieten, Abholzung und den Bau von Staudämmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)