21. Dezember 2012
"Eine eigenartige Erkrankung der Hirnrinde" -
Mit diesen Worten beschrieb der Neuropathologe Alois Alzheimer Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal eine Form der Demenz, die seither nach ihm benannt ist. Jetzt, mehr als hundert Jahre danach, haben Mediziner den damaligen Fall genetisch geklärt.
Wissenschaftler der Universitäten Gießen und Sydney nahmen histologische Hirnschnitte der damaligen Patientin und isolierten daraus DNA. Eine Untersuchung ergab, dass bei der 51-jährigen Auguste Deter ein Gen names Präsenilin 1 mutiert war. Diese Veränderung führte schließlich zur Bildung der Alzheimer-typischen Ablagerungen im Gehirn.
In Industriegesellschaften ist die Alzheimersche Krankheit heute eines der größten Gesundheitsprobleme überhaupt. Allein in Deutschland leiden darunter 1,3 Millionen Menschen. Global werden bis 2050 mehr als 100 Millionen Patienten erwartet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)