21. Dezember 2012

Bunte Autoreifen wären möglich, aber unpraktisch und unbezahlbar

Warum sind Autoreifen eigentlich immer schwarz?

Diese Frage hat dem Magazin "Technology-Review" Holger Lange beantwortet, der beim Reifenhersteller Continental die Materialentwicklung leitet. Nach seinen Angaben hat die schwarze Farbe historische, aber auch ästhetische Gründe.

Am Anfang waren Reifen demnach von einem unscheinbar-hässlichen Grau-Braun. Schwarz seien sie erst in den 1920er Jahren geworden, als man Ruß hinzumischte, um die Laufleistung zu verbessern. Der Umwelt zuliebe wurde der Ruß in den 90er Jahren durch Kieselsäure ersetzt und ist seither nur noch in geringen Mengen enthalten, damit die Reifen weiter schwarz aussehen.

Nach Angaben des Materialentwicklers wäre eine bunte Färbung zwar genauso möglich. Nach kurzer Zeit würden die Reifen aber sowieso wieder dreckig. Und individuelle Farben passend zum Lack wären laut Lange zwar schick, aber unbezahlbar.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)