27. Dezember 2012
Ein Hund auf dem Laufband - das hört sich so an, als sei der Besitzer zu faul, um Gassi zu gehen.
Tatsächlich diente die Übung aber der Forschung. Tierärzte aus Hannover und Jena haben sieben Beagles auf ein Fitnessgerät gestellt. Sie wollten herausfinden, wie sich der Bewegungsablauf von Hunden verändert, wenn sie sich ein Bein verletzt haben. Dafür beobachteten die Wissenschaftler zunächst den normalen Gang der gesunden Beagles bei langsamer und mittlerer Geschwindigkeit. Anschließend klebten sie ihnen unter die Vorderpfote eine kleine Kugel, so dass die Tiere anfingen zu lahmen.
Dabei zeigte sich: Die Hunde treten mit dem Hinterbein, das diagonal zum lahmenden Vorderbein liegt, kräftiger auf. So entlasten sie die Vorderpfote und erzeugen gleichzeitig einen Vorwärtsschub. Dauert der Zustand länger, hat das auch Auswirkungen auf den Rücken: Dort sind dann die Muskeln unterschiedlich ausgeprägt.
Die Studie ist im Fachmagazin "PlOS ONE" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)