27. Dezember 2012

Rückspiegel: Vor 1475 Jahren wurde die Hagia Sophia eingeweiht

In unserer Rubrik "Rückspiegel" wird es diesmal kirchlich.

Am 27. Dezember 537 nach Christus wurde die Hagia Sophia in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, eingeweiht. Es war bereits die dritte Kirche am selben Ort - die Vorgängerbauten waren durch einen Brand und einen Volksaufstand zerstört worden. Der Bau der Hagia Sophia ist dagegen in 1475 Jahren weitgehend erhalten geblieben.

In der Hagia Sophia wurden die byzantinischen Kaiser gekrönt und andere wichtige Staatsakte abgehalten. Sie ist das bedeutendste erhaltene Bauwerk der frühbyzantinischen Kunst. Als die Türken Konstantinopel im 15. Jahrhundert eroberten, wurde die Kirche geplündert und zahlreiche Menschen getötet, die sich in das Gotteshaus geflüchtet hatten. Anschließend wurde die Hagia Sophia in eine Moschee verwandelt. Kreuze wurden entfernt oder übermalt, Mosaike zerstört oder verputzt. Inzwischen sind sie teils wieder zu sehen - die Kirche ist heute ein Museum.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)