27. Dezember 2012
Gut für die Wirtschaft, schlecht für die Umwelt.
So lässt sich das Ergebnis einer Studie eines internationalen Forscherteams zusammenfassen, das den Zustand der Korallenriffs entlang der chinesischen Küste und im Südchinesischen Meer untersucht hat. Demnach sind dort in den vergangenen 30 Jahren rund 80 Prozent der Riffs zerstört worden. Der Grund: das rasante Wirtschaftswachtum Chinas. Der Boom habe die Überfischung und die Verschmutzung der Meere noch befördert. Zwar seien entsprechende Schutzparks geschaffen worden. Diese seien aber zu klein, um das Problem aufzuhalten, so die Wissenschaftler. Hinzu kämen Gebietsstreitigkeiten zwischen den Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres, die einen umfangreichen Schutz der Korallenriffs verhinderten.
Das Südchinesische Meer wird neben China auch von Taiwan, Vietnam und den Philippinen beansprucht. Es hat eine wichtige strategische Bedeutung, weil dort große Erdöl- und Gasvorkommen vermutet werden. Außerdem befinden sich in der Region wichtige Schifffahrtswege.
Zur Studie
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)