27. Dezember 2012
Die Verfassung mit dem Islam als Rechtsquelle ist in Ägypten unterschrieben - jetzt zieht auch das Finanzwesen nach.
Die Neue Züricher Zeitung schreibt, dass Bewegung in die islamischen Bankgeschäfte in Ägypten gekommen sei. Die Branche gehe davon aus, dass der Anteil von islamischen Geldanlagen auf mehr als ein Drittel steige. Aktuell liege er bei fünf Prozent.
Im islamischen Bankwesen sollen die Regeln der Rechsordnung Scharia eingehalten werden. Dabei dürfen etwa keine reinen Geldgewinne durch Zinsen gemacht werden. Außerdem ist es zum Beispiel nicht erlaubt, in Geschäfte mit Alkohol oder Pornografie zu investieren. Die "Neue Züricher Zeitung" schreibt außerdem, dass Risiken und Gewinn gleichmäßig verteilt sein müssten.
Nach dem Bericht will die Islamisten-Regierung in Ägypten bald auch Staatsanleihen nach islamischen Grundsätzen ausgeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)