28. Dezember 2012

Rückspiegel: Der Seefahrer James Clark Ross entdeckte vor 170 Jahren die Danger-Inseln

In unserem "Rückspiegel" segeln wir auf hoher See Richtung Süden, bis kurz vor die Antarktis.

Dort fand der englische Seefahrer James Clark Ross 1842, vor genau 170 Jahren, eine kleine Inselgruppe, die er Danger-Inseln nannte. Gefährlich fand er die Inseln wohl vor allem, weil seine Schiffe dort fast auf Grund gelaufen wären. Die Inseln versteckten sich unter dickem Packeis. Die Felsen sind unbewohnt - mal abgesehen von einer stattlichen Kolonie Pinguine. In der antarktischen Halbinsel gehören die Inseln zu den größten freiliegenden Felsen aus Plutonit, festgewordenem Magma.

James Clark Ross entdeckte die Inseln beim Versuch, den Südpol zu erreichen. Er hatte schon Rekorde für den nördlichsten und südlichsten Punkt aufgestellt, den bis dahin ein Mensch erreicht hatte. Den Südpol sah er nie - dafür sind einige Orte nach dem Entdecker benannt: das Rossmeer, das Ross-Schelfeis und der Ross-Mondkrater.

Der Name Danger-Insel ist übrigens recht beliebt: Es gibt eine im Indischen Ozean, vor der australischen Küste und zwei in Alaska.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)