28. Dezember 2012
"Das Wohl der Zuschauer sollte dem der Athleten nachstehen."
Das sagt die zweimalige Paralympics-Siegerin Birgit Kober in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die behinderte Leichtathletin hatte in London Goldmedaillen im Speerwurf und Kugelstoßen geholt. Sie ist gegen eine Reform, mit der das Internationale Paralympische Komitee die Leichtathlethik für das Publikum transparenter machen will. Dazu sollen die sogenannten kombinierten Klassen wegfallen, in denen Sportler mit unterschiedlichen Behinderungen zusammen starten. Damit es nicht zu viele Wettbewerbe gibt, müssten dann auch andere Klassen abgeschafft werden. Kober fürchtet, dass dadurch vor allem diejenigen von den Paralympics ausgeschlossen werden, die schwerer behindert sind. Das sei Zitat, "Mist".
Kober fordert außerdem, dass in Deutschland Strukturen in der Leichtathletik aufgebrochen werden. Das betreffe vor allem die Zusammenarbeit mit Sportvereinen, in denen auch nichtbehinderte Sportler starteten. Viele Verantwortliche seien unsicher. Ohne Verein bekomme man aber auch als Sportler im Rollstuhl keinen Startpass.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)