28. Dezember 2012

Shanghai will Schwarze Liste für Lebensmittel-Hersteller

Quecksilber in Babynahrung, Altöl in Fritteusen: Lebensmittelskandale sind in China ein großes Problem.

Die Stadtregierung von Shanghai will nach einem Bericht der "Shanghai Daily" jetzt eine Schwarze Liste für Unternehmen einführen. Darauf sollen Lebensmittelfirmen stehen, die verbotene Zusatzstoffe in ihre Produkte mischen; außerdem, wenn bei ihnen nicht essbare Industriestoffe oder recycelte Substanzen zum Einsatz kommen. Mit der Schwarzen Liste verbunden sind demnach hohe Strafen und die Unternehmen sollen sich nicht mehr um öffentliche Aufträge bewerben dürfen.

In China hat es schon mehrere Male Lebensmittelskandale gegeben. Vor vier Jahren waren durch verseuchtes Milchpulver sechs Kinder gestorben und mehr als 300.000 krank geworden. Selbst bei neuen Strafen für Unternehmen bleibt aber ein Problem: die Behörden. Die hatten den Milchskandal lange vertuscht. Außerdem wurden sie im Gegensatz zu den Herstellern des verseuchten Milchpulvers nicht bestraft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)