2. Januar 2013
Stickstofftrifluorid - kurz NF3 - gilt als eines der klimaschädlichsten Gase.
Trotzdem stand es bisher nicht auf der Liste des UNO-Klimaprotokolls. Deshalb mussten die Unterzeichnerstaaten den Ausstoß dieses Treibhausgases auch nicht kontrollieren.
Mit der Kyoto-II-Vereinbarung hat sich das jetzt geändert. Die Teilnehmer - darunter auch Deutschland - wollen den Ausstoß von NF3 künftig konkret erfassen. Das bestätigte der Chef des Umweltbundeamtes, Jochen Flasbarth, der Deutschen Presse-Agentur. Er sieht Möglichkeiten, die industrielle Herstellung von Flachbildschirmen und Solarzellen so zu verändern, dass dabei kein NF3 mehr frei wird.
Als Klimagas wirkt NF3 mehr als 17.000 Mal stärker als Kohlendioxid. Außerdem bleibt es bis zu 740 Jahre lang in der Atmosphäre. Einen Haken hat die Sache dennoch: Dem Kyoto-II-Abkommen sind insgesamt nur 37 Länder beigetreten, deren Treibhausgasausstoß nur einen Bruchteil der weltweiten Menge ausmacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)