2. Januar 2013
Wenn es um Medikamente in der Schwangerschaft geht, sind Ärzte besonders vorsichtig.
Bei Nebenwirkungen müssen sie das Wohl der Mütter gegen das der Kinder abwägen. So ist es auch bei den häufig vorkommenden Depressionen von Schwangeren. Werden sie nicht behandelt, ernähren sich die Mütter oft schlechter, das Risiko für eine Frühgeburt ist erhöht. Werden sie mit Medikamenten behandelt, können Nebenwirkungen auftreten. Wie bedrohlich diese für die Babys sind, war bisher unklar. Eine Studie im Fachblatt "JAMA" hat zumindest im Fall der so genannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eine gute Nachricht. Demnach gefährdet diese Sorte Anti-Depressiva nicht das Leben der Neugeborenen.
Unter den rund 1,6 Millionen untersuchten Geburten in nordischen Ländern zählten die schwedischen Forscher nicht mehr Fehlgeburten und Totgeburten durch die Medikamente. Allerdings weiß man, dass diese Anti-Depressiva Bluthochdruck und Fehlbildungen bei den Babys hervorrufen können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)