2. Januar 2013

Forscher arbeiten an billigerem Nachweis für Schlafkrankheit

Die Schlafkrankheit bedroht etwa 60 Millionen Menschen in Afrika - vor allem in abgelegenen Regionen wie in der Serengeti.

Sie wird von der Tsetse-Fliege übertragen und schädigt das Nervensystem, bis der Kranke in einen Dämmerungszustand fällt, der der Krankheit den Namen gegeben hat. Wichtig ist eine möglichst schnelle Behandlung - ansonsten verläuft die Schlafkrankheit immer tödlich. Deswegen ist die Diagnose wichtig - allerdings ist sie bislang teuer und komplex, weil Kühlung und ein Labor nötig sind. Darmstädter Wissenschaftler haben einen Biosensor entwickelt, der eine Infektion schnell und kostengünstig nachweisen kann. Er funktioniert im Prinzip wie ein Teststreifen für eine Blutprobe und soll möglicherweise auch für andere Krankheiten anpassbar sein. Nun suchen die Forscher einen Industriepartner für die Massenproduktion. Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" begrüßte die Forschung. Die Schlafkrankheit sei ein Beispiel für vernachlässigte Krankheiten, deren Bekämpfung für die Pharmaindustrie nicht lukrativ genug sei.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)