2. Januar 2013
Antivirus-Software wirbt damit, Computerviren zu entdecken - auch noch unbekannte, indem sie verdächtige Aktionen des Rechners überwacht.
Eine Studie einer US-Sicherheitsfirma stellt ihren Nutzen aber in Frage. Sie untersuchte 40 Antivirus-Produkte an 82 Computerschädlingen. Das Ergebnis: Wenn die Viren nicht in der Liste der bekannten Viren aufgeführt waren, wurden sie nur in fünf Prozent der Fälle entdeckt. Und diese Listen wurden häufig nur alle vier Wochen aktualisiert.
Die Sicherheitsfirma zieht deswegen das Fazit: Die Ausgaben für die Antivirus-Software sei nicht proportional zu ihrem Nutzen. Und das Unternehmen gibt einen nicht ganz uneigennützigen Tipp: Firmen sollten ihre Computersysteme besser auf merkwürdiges Verhalten hin beobachten, hinter dem ebenfalls Schädlinge stecken könnten - und genau das ist die Spezialität der Studienautoren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)