3. Januar 2013
Das Versteck für den Hausschlüssel, die Geheimzahl für das Girokonto und auf jeden Fall das Datum des eigenen Hochzeitstags gehören dort gespeichert.
Die Rede ist vom Langzeitgedächtnis. Bislang war man davon ausgegangen, dass wir uns Dank des Enzyms "PKM-zeta" etwas langfristig merken können. Das Protein wirkt an den Synapsen - also den Verbindungsstellen der Nervenzellen. Es verstärkt die Synapsenbildung und ist daran beteiligt, einmal geknüpfte Verbindungen zu erhalten.
Neue Studien an der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität legen jetzt nahe, dass die Wirkung des Proteins überschätzt wird. Im Fachmagazin "Nature" schreiben die Forscher, sie hätten das Langzeitgedächtnis von Mäusen untersucht. Dabei hätten sie sowohl Tiere mit dem Enzym "PKM-zeta" sowie erstmals auch genetisch veränderte Mäuse ohne das Protein getestet. Das Ergebnis: In beiden Gruppen funktionierte das Langzeitgedächtnis gleich gut. Nun wollen die Wissenschaftler klären, welche Rolle "PKM-zeta" im Gedächtnisprozess tatsächlich spielt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)