3. Januar 2013

Freiwilliger Wehrdienst wird immer öfter abgebrochen

Er beginnt mit einer halbjährigen Probezeit.

Und diese Frist wird offenbar genutzt, um sich wieder gegen den Wehrdienst zu entscheiden. Das zeigen die neuesten Zahlen aus dem Bundesverteidigungsministerium. Demnach brechen immer mehr Freiwillige ihren Wehrdienst frühzeitig ab. Jeder Dritte scheide inzwischen in der Probezeit aus. Das entspreche rund 30 Prozent der Wehrdienstler. Vor einem Jahr habe die Abbrecherquote noch bei 27 Prozent gelegen. Dagegen ist das Interesse am Bundesfreiwilligendienst, dem Ersatz für den früheren Zivildienst, offenbar deutlich größer. Seit Anfang 2012 sind nach Angaben des Bundesfamilienministeriums durchgehend alle 35.000 Plätze bei Sozialeinrichtungen ausgebucht - die Abbrecherquote liegt nur halb so hoch wie bei der Bundeswehr.

In Deutschland war die Wehrpflicht Mitte 2011 ausgesetzt worden. Seitdem gibt es den freiwilligen Wehrdienst, der zwischen sieben und 23 Monate dauert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)