3. Januar 2013
"Zwanzig Stunden Arbeit sind genug."
Diese These vertritt der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann. Der 82-Jährige hat früher an der Universität von Michigan gelehrt und 1984 die Bewegung "New Work - New Culture" gegründet. Bergmann sagte der "taz", die von ihm vorgeschlagene Neue Arbeit finde vor Ort, also lokal statt. Sie teile sich auf in zehn Stunden Grundarbeit und zehn Stunden einer Arbeit, die man selbst tun wolle. Die Menschen könnten zum Beispiel kleine Werkstätten gründen. Gemeinsam ließe sich sehr viel von dem, was man zum Leben brauche, selbst herstellen. So könnten die Kosten zum Leben stark gesenkt werden.
Bergmann meint, für die Entwicklung eines solchen neuen Arbeitssystems sei es höchste Zeit. Der Prozess habe aber bereits begonnen. Am weitesten sei die Umsetzung bisher in Detroit. In den dortigen sogenannten "urban gardens" werde so viel Gemüse angebaut, dass die Stadt schon fast darin ertrinke.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)