3. Januar 2013
Ein skrupelloser, menschenverachtender Chef und ohnmächtige, gestresste Mitarbeiter:
Das ist in manchen Unternehmen nach Ansicht der Oganisationspsychologin Myriam Bechtholdt Realität. Die Professorin der Frankfurt School of Finance an Management sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Forschung zeige, dass Führungskräfte eigentlich eher positiv bewertete Persönlichkeitsmerkmale aufwiesen. Sie seien extrovertiert, gewissenhaft und offen für neue Ideen. Allerdings veränderten Personen, die sich mächtig fühlten, dann häufig ihr Verhalten. So gingen zum Beispiel Menschen in machtvollen Positionen eher Risiken ein.
Bei den Mitarbeitern, so Bechtholdt, passiere dann das genaue Gegenteil. Sie machten sich stets Gedanken, wie ihr Vorgesetzter über sie denke. Dadurch entstehe ein starkes psychologisches Gefälle. Kurzfristig sei also für Chefs die Führung nach Art eines Feldwebels vielleicht einfacher. Langfristig trügen aber zufriedene Mitarbeiter viel stärker zum Erfolg des Unternehmens bei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)