3. Januar 2013

Deutsche Zeitungen kritisieren neuen Mohammed-Comic in Frankreich

Besonders gut finden die deutschen Zeitungen die Idee nicht.

Viele Kommentatoren kritisieren die Veröffentlichung eines neuen Mohammed-Comics in Frankreich. Das Sonderheft der Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" über das Leben des Propheten war gestern erschienen. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" kritisiert die Aktion als "durschschaubar und peinlich". Das Satiremagazin warte wieder einmal auf die empörten Reaktionen aus der islamischen Welt, um sich dann auf das Recht der Meinungsfreiheit berufen zu können und es wie ein vermeintliches Unterscheidungsmerkmal zweier Kulturkreise vor sich her zu tragen. Die "Rheinische Post" aus Düsseldorf meint, es spreche eigentlich alles dafür, dass es dem Blatt darum gehe, kräftig Kasse zu machen. Und die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz spricht von "Missbrauch der Pressefreiheit".

"Charlie Hebdo" hatte im September Mohammed-Karikaturen veröffentlicht. Daraufhin gab es gewalttätige Proteste in der muslimischen Welt. Bereits 2006 hatte die Zeitschrift außerdem die Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" nachgedruckt. Strenggläubige Muslime sind der Meinung, dass der Prophet nicht als Person abgebildet werden darf.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)