4. Januar 2013

Sesamstraße gucken für die Forschung

Viele Kinder lernen Zählen mit Graf Zahl aus der Sesamstraße.

Was dabei im Gehirn passiert, haben sich Forscher aus den USA jetzt genau angesehen. Sie scannten mit Kernspintomographen die Gehirne von Kindern und Erwachsenen beim Schauen der Sesamstraße. Mal sahen die Probanden Zahlen, mal ging es um Wörter. Je nach Thema waren unterschiedliche Hirnregionen aktiv. Mithilfe der Aufnahmen konnten die Forscher darauf schließen, wie schlau die Probanden waren und ob sie eher sprachlich oder mathematisch begabt waren.

Anschließend wurden die Hirnscans der Kinder und Erwachsenen miteinander verglichen. Wenn sie sich ähnelten, dann schnitten die Kinder später auch bei speziellen Tests besser ab.

Die Methode ist nicht neu. Den Forschern zufolge wurde sie aber erstmals bei einer Alltagssituation wie Fernsehen angewandt und nicht bloß beim Betrachten einzelner Bilder.

Die Forscher arbeiten an der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York. Die Studie ist nachzulesen in der Fachzeitschrift "PLOS Biology".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)