4. Januar 2013
Unsere Rubrik "Rückspiegel" führt uns 65 Jahre in der Zeit zurück und 8.000 Kilometer nach Osten, nach Birma.
Am 4. Januar 1948 feierte das Land die Unabhängigkeit von Großbritannien und seine neue Verfassung. Es hatte mehr als hundert Jahre lang unter der Herrschaft der Briten gestanden, als Teil der Kolonie Britisch-Indien. In dieser Zeit erstarkte eine nationalistische Bewegung in Birma, die sich auf ihre buddhistischen Wurzeln berief. Mithilfe von Japan vertrieben die Birmanen die Briten. Statt der erhofften Freiheit bekamen sie aber nur eine neue, brutale Herrschaft der Japaner. Also verbündete man sich wieder mit Großbritannien, um die Japaner loszuwerden.
Nach langen Verhandlungen erreichte schließlich eine Delegation unter der Führung von Aung San die Unabhängigkeit für Birma. Als die 1948 in Kraft trat, war Aung San aber schon ermordet worden. Heute sitzt seine Tochter, die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, im Parlament. Birma hat nach jahrzehntelanger Militärherrschaft wieder eine zivile Regierung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)