4. Januar 2013

Verhaltenstherapie hat offenbar Effekt auf Gehirnstruktur

Eine Verhaltenstherapie verändert nicht nur das Verhalten, sondern offenbar auch die Gehirnstruktur.

Das haben Wissenschaftler der Universität Marburg bei Patienten mit Panikstörungen festgestellt. Sie untersuchten sie mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie. Im Fachblatt Biological Psychiatry berichten sie darüber. Ihnen zufolge spielt eine bestimmte Hirnregion, der Gyrus frontalis inferior, eine besondere Rolle bei der Konditionierung von Angst. Diese Hirnregion ist bei Patienten mit Panikstörungen besonders aktiv. Durch die kognitive Verhaltenstherapie konnte die Aktivität auf das Niveau von unbelasteten Menschen reduziert werden.

Bei der Untersuchung mit der Magnertresonanztomografie konnten die Forscher nach eigenem Bekunden sehen, dass sich die Therapie auch auf die Gehirnstruktur auswirkte.

In Deutschland erkranken den Wissenschaftlern zufolge rund ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)