4. Januar 2013
"Die Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums zu Antisemitismus ist genauso inakzeptabel wie Augsteins Stereotypen."
Das meint der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn. Im Deutschlandfunk sagte Wolffsohn, die deutsche Publizistik schätze das Simon-Wiesenthal-Zentrum viel zu hoch ein. Es sei nur eine von vielen jüdischen Institutionen und profitiere von seinem Namen. Augstein schreibe viel Unsinn über jüdisch-israelische Themen, aber ein Antisemit sei er nicht. Unsinn müsse in einer Demokratie erlaubt sein.
Neben Augstein sind in der Liste des Simon-Wiesenthal-Zentrums unter anderem die ägyptische Muslimbruderschaft und Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad aufgeführt.
Der aus Österreich stammende Holocaust-Überlebende Simon Wiesenthal machte es sich nach dem Krieg zur Aufgabe, die NS-Täter weltweit ausfindig zu machen und sie vor Gericht zu bringen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)