4. Januar 2013
"Unverfroren, frech und dummdreist" - mit diesen Worten beschreibt Anetta Kahane den NPD-Verbotsantrag.
Die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung sagte dem Evangelischen Pressedienst, die Ermittlungen in der rechtsextremistischen NSU-Mordserie hätten gezeigt, wie unfähig dieser ganze Verfassungsschutzapparat sei. Die Energie und Leidenschaft, die die Politik in dieses NPD-Verbot setze, sei für sie einfach absurd, bizarr.
Rechtsextreme Parteien verbieten zu wollen, nannte Anetta Kahane Augenwischerei. Das Problem sei nicht die NPD, sondern vielmehr die in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgebauten rechtsextremen Netzwerke und Strukturen.
Außerdem ist es ihrer Ansicht nach viel wichtiger, das vorherrschende Konzept des Deutschseins zu hinterfragen. Menschen mit Migrationshintergrund und Minderheiten würden nicht wirklich als Teil der Gesellschaft anerkannt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)