4. Januar 2013

Erde vor 3,8 Mrd. Jahren war wohl wärmer als gedacht

Seit Wochen regnet es fast durch. Der Schnee hat keine Chance bei teilweise mehr als zehn Grad.

Auch auf der Erde vor 3,8 Milliarden Jahren hat es geregnet, wie Geologen wissen. Damals war es nach bisheriger Lehrmeinung aber eigentlich zu kalt für flüssiges Wasser. "Zeit online" berichtet jetzt von einer neuen These von Wissenschaftlern der Universität von Chicago.

Sie gehen davon aus, dass Vulkane große Mengen Wasserstoff in die Atmosphäre gepustet haben. Der Anteil von Stickstoff könnte dreimal höher gewesen sein als heute, weil es erst später von Gestein gebunden wurde. Wasserstoff- und Stickstoffmoleküle hätten sich dann wahrscheinlich verbunden und so Infrarot-Photonen geschluckt. Diese Verbindung - so die Theorie - könnte sich wie eine Thermodecke über die Erde gelegt hätten. Der Effekt: Eine zehn Grad höhere Temperatur auf der Erde als bisher gedacht. Und das könne dann auch erklären, warum es so viele fossile Hinweise auf flüssiges Wasser auf der Erde vor 3,8 Milliarden Jahren gibt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)