4. Januar 2013
Er ist zur neuen Symbolfigur im Kampf gegen Rassismus geworden.
Der Fußball-Profi Kevin-Prince Boateng bekommt nach seinem Spielabbruch wegen rassistischer Fanrufe beim AC Mailand gestern viel Lob.
Die italienischen Zeitungen sind sich einig, dass der Spieler das einzig richtige getan hat. Die "Gazetta dello Sport" schreibt über die Fanrufe, sie seien eine "riesige Beleidigung gegen die Vernunft und das zivile Verhalten." Ähnlich sieht es der "Corriere dello Sport". Die Zeitung ist der Meinung, dass der AC Mailand der erste Klub Italiens ist, der auf dem Spielfeld eine Gruppe von rassistischen Idioten besiegt habe. Die "La Stampa" schreibt, jetzt gebe es kein Alibi mehr für Klubs. Sie könnten nicht so tun, als würde es Rassismus im Fußball nicht geben.
Auch im Netz bekommt Kevin-Prince Boateng nach seiner Weigerung, weiter zu spielen, viel Unterstützung - beispielsweise bei Twitter.
Der Spieler bedankte sich auch dort: "Danke für die Unterstützung und das Verständnis. Das bedeutet mir sehr viel."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)