7. Januar 2013

Biosprit-Pflanzen der Zukunft sollen schädlich sein

Biosprit im Tank erschien eine Zeit lang als Lösung für Treibstoffprobleme der Zukunft.

Forscher aus Großbritannien stellen ihm jetzt ein schlechtes Zeugnis aus. Ihrer Meinung nach sorgt der Anbau von Energiepflanzen für den Biosprit für Ozon-Gas. Das schädige die Atmosphäre und sei auch für den Menschen ungesund, weil es die Atemwege reize.

Die Forscher gehen im Fachjournal "Nature Climate Change" davon aus, dass für den Treibstoff-Hunger zum Beispiel von Autos bald mehr Biosprit-Pflanzen angebaut werden - und zwar alles, was schnell wachse. In Europa würden dafür die Energielieferanten wie Raps oder Zuckerrüben bald abgelöst durch Bäume wie Pappeln, Weiden oder Eukalyptus. Die Forscher rechnen damit, dass sie in Europa im Jahr 2020 eine Fläche bedecken werden so groß wie Deutschland.

Diese Bäume produzierten aber den Kohlenwasserstoff Isopren. Daraus entstehe mit anderen Stoffen Ozon, das die Gesundheit des Menschen, aber auch die Artenvielfalt bei den Tieren beeinträchtige.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)