7. Januar 2013

Park in Ungarn bleibt nach Faschisten benannt

Der Park im Dorf Gyömrö in Ungarn heißt nach einem Antisemiten, dem ehemaligen ungarischen Machthaber Miklos Horthy - und das wird wohl auch so bleiben.

In dem Dorf in der Nähe von Budapest sind jetzt Gegner des Horthy-Parks mit einem Referendum gescheitert. Bei einer Volksabstimmung für einen neuen Namen machten nur 18 Prozent der Stimmberechtigten mit - zu wenig, damit das Referendum gültig wird.

Miklos Horthy regierte in Ungarn bis 1944 autoritär, war Hitler-Verbündeter und ist verantwortlich für judenfeindliche Gesetze und Deportationen.

Der Park war im vergangenen Jahr auf Betreiben der rechtsextremen Jobbik-Partei nach Horthy benannt worden. Sie versucht den Faschisten als Helden der ungarischen Geschichte zu verklären. Kritiker werfen auch dem umstrittenen ungarischen Regierungschef Viktor Orban vor, solchem Gedankengut den Boden zu bereiten. Er schüre Nationalismus und Antisemitismus und habe zum Beispiel Autoren mit faschistischer Gesinnung in die Lehrpläne der Schulen aufnehmen lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)