7. Januar 2013
Passend zu unserem Tagesthema, fragen wir:
Was ist Büßerschnee?
Als Büßerschnee werden bis zu sechs Meter hohe Schneepyramiden in Hochgebirgen der Tropen und Subtropen bezeichnet. Auf dem Khumbu-Gletscher am Mount Everest wurde sogar eine 30 Meter hohe Pyramide gesichtet.
Diese Pyramiden entstehen, wenn Schnee ungleichmäßig schmilzt. Das ist der Fall, wenn der Taupunkt unter dem Gefrierpunkt liegt und die Sonne stark scheint. Das heißt, in kleinen Vertiefungen im Schnee trifft erst einmal mehr reflektiertes Licht auf als anderswo. Dadurch schmelzen sie schneller als die höher gelegenen Ränder. Die Schneespitzen bleiben also stehen, in Form von Pyramiden.
Den Begriff Büßerschnee prägte der Maler Rudolf Reschreiter. Ihn erinnerten die geneigten Schneezacken an Büßer mit gesenktem Kopf.
Hier gibt es ein Bild vom Büßerschnee.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)