7. Januar 2013

Rassismus im Fußball: Asamoah kritisiert Nationalspieler

"Die Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hätten sich klarer gegen Rassismus aussprechen müssen."

Diese Meinung vertritt der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah in seiner Autobiografie, aus der die "Bild"-Zeitung zitiert. Asamoah bezieht sich auf ein Pokalspiel in Rostock im Jahr 2006, bei dem er massiv rassistisch beleidigt worden war. Danach habe er vergeblich auf eine Reaktion seiner Kollegen in der Nationalmannschaft gewartet - insbesondere vom damaligen Kapitän Michael Ballack. Asamoah schreibt, dass ihn das sehr enttäuscht habe. Nach der WM 2006 in Deutschland habe er sogar überlegt, als Nationalspieler zurückzutreten. Zitat: "Was macht es für einen Sinn, dachte ich, für ein Land zu spielen, dessen Fans mich nicht wollen."

Asamoah hat 43 Länderspiele absolviert. Aktuell spielt der gebürtige Ghanaer in der Bundesliga für die Spielvereinigung Greuther Fürth.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)