7. Januar 2013

"Hirnschrittmacher" gegen Alzheimer

Ein Schrittmacher fürs Hirn - davon versprechen sich US-Forscher Verbesserungen für Alzheimer-Patienten.

Sie arbeiten an einer neuen Methode, um die Symptome der Krankheit abzumildern. In einer ersten Studie am Johns Hopkins Hospital in Baltimore wurden Alzheimer-Patienten ein Jahr lang beobachtet. Sie bekamen ein Gerät ins Gehirn eingepflanzt, das einem Schrittmacher ähnelt. Es stimuliert Regionen des Gehirns, mit dem Ziel, die Gedächtnisleistung zu verbessern oder zumindest deren Abbau zu verlangsamen. Die Technik wird schon bei anderen Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie verwendet. Die Studie zeigte, dass die Schrittmacher bei Alzheimer-Patienten zu einer leicht erhöhten Glucose-Aufnahme führten - das gilt als Zeichen für eine vermehrte Hirnaktivität.

Auch wenn die Ergebnisse nur vorläufig sind, wollen die Forscher die Methode weiterverfolgen. Dass sich dadurch eine Alzheimer-Erkrankung umkehren lässt, ist aus ihrer Sicht allerdings unwahrscheinlich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)