7. Januar 2013

Forschungsprojekt: Können Märchen das Verhalten von Demenzpatienten verändern?

Je länger etwas her ist, umso eher können sich Demenzkranke daran erinnern.

Denn von der Krankheit ist zunächst das Kurzzeitgedächtnis betroffen, weit zurückliegende Erinnerungen können noch eher abgerufen werden. Diese Tatsache macht sich jetzt ein Berliner Forschungsprojekt zunutze. Untersucht wird, wie Märchen auf Demenzkranke wirken. Dabei geht es nicht nur darum, ihr Wohlbefinden zu steigern: Dass das funktioniert, ist längst bekannt.

Bei dem Pilotprojekt soll vielmehr systematisch geschaut werden, ob sich typische Verhaltensweisen ändern, wie Aggression, Apathie, Depression oder der Drang wegzulaufen. Barbara Weigl von der Evangelischen Hochschule Berlin sagte, Märchen seien oft ein Türöffner zur Emotionalität und zur Persönlichkeit von Patienten. Sie kennen die Geschichten noch aus ihrer Kindheit und können sich deshalb häufig daran erinnern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)