7. Januar 2013
In Deutschland sind so wenig Organe gespendet worden wie zuletzt vor zehn Jahren.
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hat mitgeteilt, dass die Zahl 2012 im Vergleich zum Vorjahr um fast 13 Prozent gesunken ist. Die Organisation sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung. Es sei ein dramatischer Tiefstand erreicht.
Vor allem in der zweiten Jahreshälfte gab es weniger Organspenden - nach Bekanntwerden von Manipulationen an mehreren Transplantationszentren. Bestimmte Patienten waren dort bei der Organspende bevorzugt worden. Nach Einschätzung der DSO hat das das Vertrauen in die Organspende "massiv erschüttert". Deutschlandweit warteten 12.000 Menschen dringend auf eine Transplantation. Laut DSO sterben jeden Tag drei Patienten, die auf der Warteliste für ein Organ stehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)