7. Januar 2013

Firmenhymnen haben in schlechten Zeiten Konjunktur

Je schlechter die Konjunktur, desto größer die Nachfrage nach Firmenhymnen.

Diesen Zusammenhang hat der Kulturwissenschaftler Rudi Maier von der Fachhochschule Sankt Gallen ausgemacht. Im dpa-Gespräch begründet er das Phänomen so: In der Krise seien alle gefordert, mehr zu leisten - und genau das sei das Thema der Unternehmenshymnen.

Volkswagen motiviert seine Mitarbeiter zum Beispiel mit der Zeile: "Wir bei VW sind echt okay". Und auf Partys der Brauerei Warsteiner singt man schon mal den Satz: "Ein Team wie wir, das gibt's nur hier."

Nach den Worten des Kulturwissenschaftlers Maier stammen Firmenhymnen ursprünglich aus den USA und sind heutzutage vor allem in Japan verbreitet. In Deutschland achteten die Unternehmen manchmal darauf, dass ihr Song nicht nach außen dringe. Maiers Begründung: Es werde wohl doch häufig Häme und Spott darüber ausgegossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)