8. Januar 2013

Lethargie im All

Langes Reisen macht träge - langes Reisen im All erst recht.

Auf diesen Nenner lässt sich das Ergebnis einer Studie der Universität Pennsylvania an Astronauten bringen. Die Forscher hatten sechs Raumfahrer bei einer simulierten Marsmission untersucht. Mittels Armbandsensoren und wöchentlichen Verhaltenstests erfassten sie, über welchen Zeitraum die Männer während ihrer 520 Tage dauernden Mission bestimmte Leistungen abrufen konnten. Das Ergebnis: Im Verlauf der Reise bewegten sich die Astronauten zunehmend weniger und verbrachten immer mehr Zeit mit Schlafen. Die Wissenschaftler schlussfolgern, verantwortlich dafür sei ein gestörter Schlaf-Wach-Zyklus. Dieser wiederum werde besonders durch Monotonie an Bord und Dunkelheit gefördert.

Da Passivität im All besonders gefährlich sei, fordern die Wissenschaftler gezielte Maßnahmen für künftige Missionen. Ihr Vorschlag: feste Essenszeiten und gezielte Fitnessübungen sowie eine richtige Bord-Beleuchtung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)