8. Januar 2013
Kinder lernen am meisten, wenn sie dabei bäuchlings auf dem Teppich liegen oder ständig ihre Position wechseln dürfen.
Das sei wissenschaftlich erwiesen, schreibt der Hamburger Erziehungswissenschaftler Peter Struck in einem Gastbeitrag in der "Frankfurter Rundschau". Struck spricht sich für mehr Individualität im Klassenzimmer aus. Beim Frontalunterricht lernen zwei Drittel der Schüler seiner Ansicht nach zu wenig.
Die Schulen sollten laut Struck mehr auf die Leidenschaft der Kinder für Computerspiele eingehen. Bei jedem Spiel produziere der Körper das Glückshormon Dopamin. Das fördere Neugier und Kreativität - und die Fähigkeit, in kritischen Situationen sinnvolle Lösungen zu finden. Unser starres Schulsystem zerstöre dieses Kreativitätspotential aber. Struck sieht ein Vorbild in Schweden: Dort gibt es Lernbereiche statt Fächer, und Noten werden erst an 14-Jährige vergeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)