8. Januar 2013

Britischer Politikwissenschaftler sieht neues "China 3.0"

Er spricht über China wie über das Internet.

Der britische Politikwissenschaftler und Buchautor Mark Leonard rechnet mit einem dramatischen Umbruch in China und nennt die neue Ära "China 3.0". In der "Süddeutschen Zeitung" schreibt Leonard, "China 1.0" seien die drei Jahrzehnte der Planwirtschaft unter Mao Zedong gewesen. Im "China 2.0" habe Deng Xiaoping den Markt geöffnet und den Weg für ein Wachstumsland geebnet.

Wie "China 3.0" aussehen wird, kann Leonard nicht voraussagen. Aber er nennt die Probleme, die das Land seiner Ansicht nach lösen muss: Das Problem des ungleich verteilten Reichtums. Das Problem, dass viele Chinesen weiter auf einen charismatischen Führer bauen. Und als dritte Herausforderung, dass China sich außenpolitisch positionieren müsse. Die Politik der Nichteinmischung sei nicht mehr zeitgemäß.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)